Übersicht der Studien zum Download

Gesundheitsbericht_2011.pdf

Gesundheitsbericht Diabetes 2011

2.5 MB

Projekt-Gesundheit-2010-Endfassung-20070218.pdf

Projekt Gesundheit 2010 (Vollst. Fassung)

3.5 MB

DDS_Projekt_Gesundheit_2010_Kurzfassung.pdf

Projekt Gesundheit 2010 (Kurzbericht)

1.7 MB

DDS_Forschungsbericht_SchwertfischKonzept_lang.pdf

Forschungsbericht SchwertfischKonzept "Täglich 500"

1.2 MB

Diabetes_Praevention_bei_DaimlerChrysler.pdf

Diabetes-Prävention bei DaimlerChrysler

833 kB

Versorgungssituation_Diabetes_in_Deutschland.pdf

Versorgungssituation Diabetes - Deutschl.

161 kB

DDS_Positionspapier_2007.pdf

Positionspapier Prävention

65 kB

DDS_Ernaehrunsverhalten_BHC.pdf

Ernährungsverhalten der Deutschen

281 kB

ddu_2003_hauner.pdf

Diabetesepidemie und Dunkelziffer

59 kB

kora_studie_englisch.pdf

KORA-Studie 2000

287 kB

dia_mel_versorgung.pdf

Versorgung des Diabetes mellitus

21 kB

code_2.pdf

CODE-2-Studie

128 kB

ProDiAl_Studie.pdf

ProDiAl-Studie

68 kB

Deutscher Gesundheitsbericht Diabetes 2011

Jeder dritte Deutsche ist zu dick. 14 Millionen sind stark übergewichtig. Zwölf Prozent der Gesamtbevölkerung, leiden an Diabetes – die meisten an Diabetes Typ 2. Damit hat Deutschland die höchste Rate an Diabetes-Kranken in ganz Europa.

Der aktuelle Deutsche Gesundheitsbericht Diabetes 2011 legt in seiner Bestandsaufnahme zum Weltdiabetestag am 14. November 2010 Fakten hierzu vor. Der jährliche Bericht beinhaltet die neuesten Zahlen und Entwicklungen zur Erkrankung Diabetes mellitus in Deutschland. Herausgeber ist diabetesDE.

 

Quelle:

DiabetesDE 

Download:

Gesundheitsbericht Diabetes 2011 [PDF-Datei 2,5 MB]

FINDRISK - Ergebnisse der Evaluierung

Auf Initiative der DDS wurde 2005/06 der sogenannte FINDRISK-Risiko-Fragebogen zur Früherkennung von Diabetes am Klinikum Carl Gustav Carus der TU Dresden (Studienleitung: Dr. Peter Schwarz) evaluiert. Die Ergebnisse zeigen, dass der in Finnland entwickelte Fragebogen sich auch in Deutschland sehr gut eignet, um Personen mit hohem Diabetes-Risiko zu identifizieren und die Wahrscheinlichkeit einer manifesten Diabetes-Erkrankung in den nächsten zehn Jahren vorherzusagen. Die kompletten Studienergebnisse werden in einigen Wochen veröffentlicht werden.

 

Quelle: Deutsche Diabetes-Stiftung, REPORT 01/07

 

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Vorbericht - Ergebnisse der FINDRISK-Evaluation [PDF-Datei 53 kB]

Projekt Gesundheit 2010 - Präventionsstrategie Diabetes

Das "Projekt Gesundheit 2010 - Nationales Diabetes Präventions-Programm" - vorgelegt von der Deutschen Diabetes-Stiftung gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Prävention der Deutschen Diabetes-Gesellschaft und dem Nationalen Aktionsforum Diabetes mellitus entwickelt eine nationale Strategie zur Primärprävention von Typ 2 Diabetes in Deutschland. Hintergrund ist die epidemieartige Ausbreitung dieser Krankheit in den letzten Jahren. Neben Zielen einer nationalen Primärprävention werden notwendige Maßnahmen und organisatorische Voraussetzungen erörtert. Als fundamentale Elemente einer nationales Diabetes-Prävention werden u.a. Interventionsprogramme wie MOBILIS oder das Schwertfisch-Konzept, der FINDRISK-Fragebogen, der Präventionsmanager als individueller Präventionsbetreuer und eine nationale Koordinierungsstelle identifiziert.

 

Quelle: DDS / AG P2 / NAFDM

 

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Projekt Gesundheit 2010 [Kurzbericht: PDF-Datei 1,7 MB]

Projekt Gesundheit 2010 [Vollständige Fassung: PDF-Datei 3,7 MB]

Forschungsbericht zum SchwertfischKonzept "Täglich 500"

Im vorliegenden Forschungsbericht erläutert Prof. Hans Immler die Herstellung des Energie-Gleichgewichts als Strategie zur frühen Prävention von zivilisationsbedingten Erkrankungen, insbesondere von Metabolischem Syndrom und Typ 2 Diabetes. Im Mittelpunkt steht das Handlungskonzept "Täglich 500", mit dem eine energetische Lebensanpassung mit 250 kcal an zusätzlicher Bewegung und 250 kcal an weniger Input durch gesündere Ernährung erfolgt.

Den Erfolg des Konzeptes hat der Autor im Rahmen einer empirischen Studie mit 40 Probanden nachgewiesen. Alle Teilnehmer erreichten eine tägliche Korrektur ihres Energieumsatzes von 300 bis 500 kcal und eine Gewichtsreduktion nach drei Monaten von über 5 Prozent. Die Herstellung des täglichen Energiegleichgewichts wird zu einem normalen und ritualisierten Alltagsverhalten – im Gegensatz zum diätetischen Ausnahmeverhalten.

 

Quelle:

Prof. Hans Immler, Forschungsgruppe Körper und Gesundheit, Universität Kassel

 

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Forschungsbericht SchwertfischKonzept

Kurzversion [PDF-Datei 271kB]

Komplettversion [PDF-Datei 1,2 MB]

Prävention des Typ 2 Diabetes bei DaimlerChrysler

Im November 2004 führte der werksärztliche Dienst von DaimlerChrysler in Kooperation mit der Betriebskrankenkasse und der Deutschen Diabetes-Stiftung eine bundesweite Aufklärungskampagne in insgesamt 14 Werken durch. Die wissenschaftliche Betreuung hatte Professor Stephan Matthaei vom Diabetes-Zentrum Quakenbrück. Kernstück der Aktion waren kostenlose Messungen des Nüchtern-Blutzuckers und Erhebung von Risikofaktoren während der Arbeitszeit. Zum Begleitprogramm gehörten besondere Ernährungstage in den Kantinen, Vorträge und Bewegungsangebote. Die Studie fasst die Ergebnisse dieses arbeitsmedizinischen Projektes zusammen.

 

Quelle:

Symposium MEDICAL

Interdisziplinäres Forum für Fortschritte in Diagnostik und Therapie

 

Download:

Prävention des Typ 2 Diabetes bei DaimlerChrysler [PDF-Datei 834kB]

Versorgungssituation Diabetes mellitus in Deutschland

Am 7. Oktober 2004 wurde in Berlin das Nationale Aktionsforum Diabetes mellitus gegründet. In diesem Kooperationsverbund finden sich Vertreter aus allen notwendigen Schlüsselorganen und -organisationen zusammen. Diese sollen gemeinsam Strategien und Programme zur Verbesserung der Situation im Bereich des Diabetes mellitus entwickeln. In diesem Zusammenhang fand am 17./18.12.04 in Berlin ein Workshop zum Thema Versorgungsstruktur unter Leitung von Prof. Stephan Martin (Düsseldorf) und Prof. Rüdiger Landgraf (München) statt.

Das Vorgehen in diesem Workshop bestand darin, dass in einer ersten Stufe losgelöst von bestehenden Versorgungsstrukturen für die Bereiche der ambulanten Diabetesversorgung, der stationären Diabetesversorgung und der Qualitätssicherung eine Idealkonstellation entwickelt wurde. Die Ergebnisse wurden in einer Prozessbeschreibung zusammengefasst, auf die in einer zweiten Diskussionsrunde bereits bestehende Programme und Strukturen projeziert wurden. In einer dritten Phase des Workshops wurden Prozessbeschreibung und bestehende Strukturen abgeglichen und der Bedarf einer Optimierung bestehender Programme bzw. die Entwicklung von neuen Maßnahmen oder einer Schaffung von neuen Strukturen diskutiert. Die Ergebnisse dieses Workshops wurden im Sonderheft der Deutschen Medizinischen Wochenschrift publiziert, das zur Jahrestagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft erschienen ist.

In der Arbeit werden eine Vielzahl an Defiziten im Bereich der Diabetesversorgung in Deutschland beschrieben. Diese liegen jedoch nur zu einem Teil in Unzulänglichkeiten in den gesetzlich-strukturellen Rahmenbedingungen, zum anderen aber auch in der praktischen Umsetzung der bereits möglichen Maßnahmen. Als wesentlich wurde eine multidisziplinäre und multiprofessionelle Betreuung der Personen mit Diabetes mellitus gesehen. Im Anbetracht der großen medizinischen, aber auch gesundheitsökonomischen Sprengkraft des Diabetes mellitus und seinen Folgeerkrankungen muss kritisch diskutiert werden, ob dazu nicht neu zu entwickelnde Institutionen (z.B. Netzwerkbildung, flächendeckende Versorgungszentren) benötigt werden, die den Hausarzt und die Krankenhäuser bei der Betreuung von Personen mit Diabetes unterstützen. Durch diese Maßnahmen ist zu hoffen, das die notwendige integrierte Versorgung von Personen mit Diabetes flächendeckend gewährleistet wird.

 

Quelle:

Prof. Dr. Stephan Martin, Deutsche Diabetes-Klinik Düsseldorf

Prof. Dr. Rüdiger Landgraf, Diabeteszentrum Medizinische Klinik München, Kurator DDS

 

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Versorgungssituation Diabetes in Deutschland [PDF-Datei 162 kB]

Positionspapier zur Prävention des Typ-2-Diabetes mellitus

Der seit Jahren zu beobachtende Anstieg der Diabeteserkrankungen in Deutschland wird 2010 ein Ausmaß von mindestens 10 Mio Betroffenen erreicht haben und wird – nach heutigen Maßstäben errechnet – mehr als 40 Mrd. Euro Kosten jährlich verursachen. Vor diesem Hintergrund ist dringender Handlungsbedarf gegeben. Um im pluralistisch strukturierten und von weit gefächerten Zuständigkeiten geprägten Gesundheitswesen Deutschlands nachhaltige Verbesserungen in der Prävention, Früherkennung, Versorgung und Forschung zu erreichen, ist es erforderlich, Inititativen zu bündeln und ein gemeinsames, koordiniertes und zielorientiertes Handeln aller Aktuere zu erreichen. Vor diesem Hintergrund hat das Nationale Aktionsforum Diabetes mellitus ein Positionspapier zum Typ-2-Diabetes erarbeitet.

 

Quelle:

Nationales Aktionsforum Diabetes mellitus

 

Download:

Positionspapier Prävention [PDF-Datei 116 kB]

Bewegungs- und Ernährungsverhalten der Deutschen

Etwa zwei Drittel der Deutschen treiben fast keinen Sport. Das hat eine Emnid-Umfrage im Auftrag von Bayer Health Care zum Ernährungs- und Bewegungsverhalten der Deutschen ergeben.

Der Umfrage zufolge treiben nur 36 Prozent der Befragten mindestens zwei Mal pro Woche für mindestens 30 Minuten Sport. Damit bleiben die meisten weit unter den als gesundheitsförderlich geltenden dreimal pro Woche 30 Minuten Bewegung.

Die Mehrheit der Deutschen bevorzugt passive Tätigkeiten wie Fernsehen (74%), Entspannen (46%) oder Lesen (38%). Besonders unbeliebt sind sportliche Aktivitäten bei Menschen mit Übergewicht. Für sie beginnt häufig ein Teufelskreis: Denn mit steigenden Kilos wird jede Art von Bewegung anstrengender.

Ein Blick auf den Speisezettel der Deutschen zeigt ein gemischtes Bild: Während Obst, Milch- und Vollkornprodukte die vorderen Ränge der täglich verzehrten Produkte einnehmen, verwenden immerhin noch rund 40 Prozent der Deutschen regelmäßig Fertiggerichte.

 

Weitere Themen der Studie:

 

  • Beliebtheit verschiedener Sportarten
  • Sportverhalten nach Alter, Geschlecht, Ausbildung, Wohnort und Gewicht
  • Sport und Krankheiten
  • Ernährung von Sportlern
  • Ernährungsverhalten von Berufstätigen
  • Sport und Ernährung von Diabetikern
  • Freizeitgestaltung

 

Quelle:

EMNID im Auftrag von Bayer Health Care

 

Download:

Ernährungsverhalten der Deutschen [PDF-Datei 282 kB]

Diabetesepidemie und Dunkelziffer

Mit dem Begriff Diabetes mellitus werden verschiedene Störungen des Kohlenhydratstoffwechsels zusammengefaßt, die durch erhöhte Blutzuckerwerte gekennzeichnet sind. Die beiden wichtigsten Formen sind der Typ-1-Diabetes, an dem 5 bis 10 Prozent der Menschen mit Diabetes in Deutschland leiden und der Typ-2-Diabetes, dem ca. 90 Prozent der Menschen mit Diabetes zuzuordnen sind. Daneben gibt es eine Vielzahl seltener Diabetesformen, die zahlenmäßig eher unbedeutend sind, aber häufig diagnostische und therapeutische Probleme bereiten.

...

 

Themen:

 

  • Diabetes: Deutlicher Anstieg in den letzten Jahrzehnten
  • Hohe Diabeteshäufigkeit im höheren Lebensalter
  • Die Zahl insulinbehandelter Menschen mit Diabetes steigt
  • Diabetes in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen
  • Häufigkeit des Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen
  • Dunkelziffer des Diabetes mellitus in Deutschland
  • Typ-2-Diabetes bei übergewichtigen Kindern und Jugendlichen
  • Das Fazit

 

Quelle:

Prof. Dr. Hans Hauner

Else-Kröner-Fresenius-Zentrum für Ernährungsmedizin

 

Download:

Diabetesepidemie und Dunkelziffer [PDF-Datei 60 kB]

KORA-Studie 2000

Ergebnisse der Bevölkerungsstudie in der Region Augsburg (KORA-Studie 2000) zur Häufigkeit des unentdeckten Diabetes mellitus

 

  • Häufigkeit des  u n e n t d e c k t e n  Diabetes mit 8,2% fast ebenso hoch wie die des bereits manifestierten, bekannten - somit in dieser Gruppe eine Diabetesquote von 16,6%

    (Deutschland, Stichprobe >1.300 Personen der Altersgruppe 55-74 Jahre)
  • Hinzu kommt eine gestörte Glukosetoleranz in der Gruppe mit einer Quote von 16,4%
  • Personen mit unentdecktem Diabetes ähnlich häufig mit Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen wir bereits erkannte - somit ähnlich hohes Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfall
  • Nur etwa 60% der Probanden wiesen einen normalen Zuckerstoffwechsel auf

 

Quelle

Rathmann W, Haastert B, Icks A, Löwel H, Meisinger C, Holle R, Giani G. High

 

Download

KORA-Studie 2000 Augsburg (englisch)

KORA-Studie 2000 Zusammenfassung Rathmann

KORA-Studie 2000 Zusammenfassung Bottermann

KORA-Studie 2000 Zusammenfassung Scherbaum

 

Versorgung des Diabetes mellitus

Häufigkeit und medizinische Versorgung in Deutschland

Neue Studienergebnisse unter Mitwirkung des Kuratoriumsmitglieds der Deutschen Diabetes-Stiftung Prof. Dr. Hans Hauner

 

Häufigkeit und medizinische Versorgung des Diabetes mellitus in Deutschland

... von der 38. Jahrestagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft Ende Mai 2003 in Bremen (06.06.2003)

 

Im Zeitalter immer knapper werdender Finanzmittel und gestiegener Ansprüche an eine qualitätsgesicherte medizinische Versorgung wird es immer wichtiger, aktuelle Daten zur Verbreitung und medizinischen Versorgung bestimmter Krankheiten zur Verfügung zu haben. Ziel muss dabei die effektive Verwendung der Mittel zum größtmöglichen Nutzen der Bevölkerung sein.

 

Vor diesem Hintergrund hatten wir kürzlich die Möglichkeit, anonymisierte Routinedaten einer repräsentativen Versichertenstichprobe der AOK Hessen (n=306.736) hinsichtlich der Verbreitung des Diabetes mellitus und der medizinischen Betreuung von Versicherten mit dieser Krankheit auszuwerten. Da für Abrechnungszwecke alle Einzelleistungen mit Datum und Anlass dokumentiert werden, lassen sich daraus patientenbezogene Behandlungsverläufe erstellen. Die Identifizierung erfolgt dabei über ICD-10 Diagnosen und regelmäßige Verordnungen von Insulin und oralen Antidiabetika (Tabletten zur Blutzuckersenkung).

 

Nach Standardisierung für die Bevölkerung Deutschlands fand sich für das Jahr 2001 eine Gesamtprävalenz (Häufigkeit) bekannter Diabetiker von 6,91 %. Davon erhielten in absoluten Angaben 1,92 % Insulin, alleine oder in Kombination mit oralen Antidiabetika, 3,07 % waren alleine mit oralen Antidiabetika behandelt und 1,93 % waren diätetisch geführt. Hochgerechnet auf die Bundesrepublik Deutschland entspricht dies einer Gesamtzahl von 5,75 Millionen Menschen mit bekannter Diabeteserkrankung. Im Vergleich zu einer Erhebung mit ähnlicher Methodik im Jahr 1988 bedeutet dies einen Anstieg um 43 %. Besonders bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang auch, dass die Prävalenz der Erkrankung bei Menschen im Alter über 70 Jahren bei rund 25 % liegt. Rund 5 % aller Versicherten in diesem Alter werden mit Insulin behandelt.

 

Die Qualität der medizinischen Betreuung dieser Patienten wurde anhand von Abrechnungen von HbA1c-Messungen, Mikroalbuminuriebestimmungen, Augenhintergrundsuntersuchungen und Verordnungen von Teststreifen zur Stoffwechselselbstkontrolle u.a. abgeschätzt. Dabei zeigte sich, dass im Jahr 2001 bei immerhin 71,5 % der insulinbehandelten Patienten, bei 65,9 % der Patienten unter oralen Antidiabetika und bei 41,1 % der diätetisch behandelten Patienten wenigstens eine HbA1c-Messung durchgeführt wurde. Im Gegensatz dazu fand sich bei jeweils weniger als 1 % der Patienten in den 3 Behandlungsgruppen eine Abrechnung für eine Untersuchung auf Albuminurie, dem wichtigsten Marker zur Früherkennung der diabetischen Nierenschädigung.

 

Augenhintergrundsuntersuchungen wurden bei 47,1 %, 31,9 % bzw. 22,5 % der Patienten in den drei Behandlungsgruppen durchgeführt. Immerhin erhielten 78,2 % der insulinbehandelten Patienten Teststreifen zur Blutzuckerselbstmessung verordnet, im Mittel 587 ± 7 Streifen pro Patient und Jahr. Von den Patienten unter alleiniger Therapie mit oralen Antidiabetika erhielten lediglich 12,0 % im Lauf des Jahres solche Teststreifen.

 

Zusammengefasst zeigen diese Ergebnisse an einer großen Stichprobe, dass rund 7 % aller Deutschen an einem bekannten Diabetes mellitus leiden. Die medizinische Versorgung hat sich - gemessen an diabetesspezifischen Indikatoren - im Verlauf der letzen 13 Jahre deutlich verbessert, allerdings werden die Untersuchungen zur Früherkennung von Spätfolgen längst nicht in ausreichendem Umfang genutzt.

 

Diese Untersuchung erfolgte mit Unterstützung der AOK Hessen, der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen und des Sozialministeriums des Landes Hessen.

 

Quelle

Prof. Dr. med. Hans Hauner, Klinik für Ernährungsmedizin der TU München und Kuratoriums-Mitglied Deutsche Diabetes-Stiftung; Ingrid Köster, Liselotte von Ferber, Forschungsgruppe Primärmedizinische Versorgung der Universität zu Köln

 

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Versorgung des Diabetes mellitus

 

Ergebnisse der CODE-2-Studie

Kosten des Typ-2-Diabetes in Deutschland von 1998

Hintergrund und Fragestellung

Diabetes mellitus ist eine chronische und stetig zunehmende Volkskrankheit, die erhebliche Kosten für das Gesundheitssystem verursacht. Im Rahmen der CODE-2-Studie (Costs of Diabetes in Europe – Type 2) wurden die Gesamtkosten für Typ-2-Diabetiker in Deutschland erstmals detailliert erfasst und analysiert.

 

Patienten und Methodik

Die CODE-2-Studie wurde in acht europäischen Ländern durchgeführt. Im deutschen Arm der Studie wurden retrospektiv über den Zeitraum eines Jahres medizinische, demographische und ökonomische Daten aus Krankenakten von 809 Patienten durch persönliche Interviews mit 135 primär versorgenden Ärzten erhoben. Die Ergebnisse wurden für die Gesamtpopulation der Patienten mit Typ-2-Diabetes in Deutschland hochgerechnet.

 

Ergebnisse

Die im Jahr 1998 durch Patienten mit einem Typ-2-Diabetes in Deutschland verursachten Kosten betrugen 31,4Mrd. DM. Den größten Anteil mit 61% trugen die gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen (GKV und PKV). So gaben die GKV jährlich 18,5 Milliarden DM für die Behandlung dieser Patienten aus. Von diesen Kosten entfielen 50% auf die stationäre Behandlung, 13% auf die ambulante Behandlung und 27% auf Medikamente, wobei Diabetes-Medikationen (Insulin, orale Antidiabetika) nur 7% ausmachten. Bei lediglich 26% aller Patienten lag der HbA1c-Wert mit <6,5% im Therapiezielbereich gemäß den Empfehlungen der European Diabetes Policy Group. 50% der Patienten zeigten bereits schwerwiegende makro- und/oder mikrovaskuläre Komplikationen. Die Kosten pro Patient stiegen mit dem Komplikationsstatus vom 1,3fachen (keine Komplikationen) auf das 4,1 fache (makro- und mikrovaskuläre Komplikationen) der durchschnittlichen Ausgaben für in der GKV Versicherte an.

 

Folgerungen

Die Gesamtkosten von Patienten mit Typ-2-Diabetes liegen höher als in bisherigen Schätzungen angenommen. Verantwortlich für die hohen Kosten sind in erster Linie diabetesbedingte Komplikationen und Folgeerkrankungen. Die Blutzuckereinstellung ist bei der Mehrzahl der diabetischen Patienten unzureichend. Eine optimierte Behandlung des Typ-2-Diabetes ist im Sinne einer Prophylaxe von Langzeitfolgen nicht nur aus medizinischer, sondern auch aus gesundheitsökonomischer Sicht dringend geboten.

 

Quelle

Deutsche Medizinische Wochenschrift 012-04722001; 126: 585–589

© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

 

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CODE-2®-Studie

 

Zusammenfassung der ProDiAl-Studie

Der ältere Mensch mit Diabetes im Alten- oder Pflegeheim

Seit 1995 wird von der Deutschen Diabetes-Stiftung mit Unterstützung der Heinz Nixdorf-Stiftung ein umfangreiches Forschungsprojekt (ProDiAl) betreut, welches sich zum Ziel gesetzt hat, die medizinische und soziale Situation von Diabetikern in Alten- und Pflegeheimen zu erforschen. So erscheinen in Wuppertal immer wieder Ärzte und Psychologen der Arbeitsgruppe ProDiAl in den Pflegeheimen, um herauszufinden, wie die Diabetiker versorgt sind. In einem der nächsten Hefte werden wir darüber ausführlicher berichten.

 

Bei den Untersuchungen konnte gezeigt werden, daß über ein Viertel der Altenheimbewohner an einem Diabetes mellitus erkrankt sind. Weitgehend unabhängig vom Alter werden 27 % der Diabetiker mit Insulin, 32 % mit Tabletten, alle übrigen durch eine Diät behandelt.

 

Nur ein Drittel der Heime führen bei jeder Erstaufnahme eines Bewohners Blutzuckermessungen durch. Regelmäßige Blutzuckerkontrollen bei allen Bewohnern werden nur in jedem vierten Heim durchgeführt. Eine einheitliche Versorgungsstrategie, hinsichtlich Ernährung, Stoffwechselkontrolle sowie der begleitenden ärztlichen und pflegerischen Maßnahmen findet sich nicht. Die Verordnung einer strengen Diabetesdiät im klassischen Sinn wurde von allen befragten Heimen abgelehnt.

 

Quelle

Zusammenfassung aus einem vorläufigen Bericht der ProDiAl-Studie der Deutschen Diabetes-Stiftung, Autor Dr. Claus Hader

 

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ProDiAl-Studie

 

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